Viele Singles haben den Vorteil von Online-Dating für sich entdeckt. Mehrere Millionen Nutzer suchen, flirten und daten auf Online-Datingportalen und oft genug finden sie dabei ihren Traumpartner. Der erste Schritt um neue Kontakte auf einem dieser Portale zu knüpfen, ist eine schriftliche Nachricht. Für viele beginnen jedoch dort schon die Unsicherheiten: Wie verfasse ich eine Flirtmail? Welcher Schreibstil ist angemessen? Wie spreche ich meinen Flirtpartner richtig an? Beim Verfassen von Flirtmails gibt es einige Tipps, die man im Hinterkopf behalten kann.
Die richtige Anrede finden
Der erste Schritt einer Nachricht ist die Anrede. Schon dort beginnen die Zweifel. Reicht ein einfaches „Hallo“ oder sollte man die Anrede zunächst etwas förmlich gestalten? Prinzipiell sollte man die Suche nach der richtigen Anrede nicht übertreiben, schließlich ist der Inhalt der weiteren Nachricht wesentlich wichtiger. Ein einfaches „Hallo“ oder „Hi“, gefolgt von dem Namen des Empfängers reicht daher eigentlich schon aus. Sympathisch sind auch Smileys oder witzige Anreden, die sich vielleicht auf das Hobby des Empfängers oder der Empfängerin beziehen. Mit Komplimenten wie „Hallo schöne Frau“ sollte man es in der Anrede allerdings nicht übertreiben, denn das wird häufig als aufdringlich empfunden.
Recherche betreiben
Für jeden guten Text ist vorher ein wenig Recherche nötig, das gilt auch für Flirtmails. Wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat, lässt sich die Flirtmail leichter an den Geschmack und Charakter des Empfängers anpassen. Daher sollte man sich vorher genug Zeit nehmen, das Profil der ausgesuchten Person anzuschauen. Auf keinen Fall sollte man die gleiche, standardisierte Flirtmail an mehrere Personen schicken. Die meisten werden merken, dass diese Mail nicht individuell ist und nichts mit der eigenen Persönlichkeit zu tun hat.
Einen besseren Eindruck machen direkte Fragen an den Empfänger, aus denen er oder sie lesen können, dass der Verfasser der Mail sich für sie interessiert und sich die Angaben im Profil durchgelesen hat. Wenn der Flirtpartner zum Beispiel reisebegeistert ist, kann man Fragen zu den liebsten Ländern oder den besten Reisegeschichten stellen – er oder sie werden sich durch dieses ehrliche Interesse sicher geschmeichelt fühlen. Falls man im Profil des Flirtpartners bereits gemeinsame Hobbys oder Interessen entdeckt, kann man diese auch als Aufhänger für die erste Nachricht nehmen. Vor allem, wenn es sich um eher außergewöhnliche Hobbys handelt, wird der Flirtpartner dadurch neugierig gemacht und die Chance einer Antwort erhöht.
Der Erfolg von Online-Datingportalen liegt vor allem darin, dass sich durch die große Anzahl an Nutzern und Profilangaben schnell Gemeinsamkeiten von Personen herausfinden lassen. Für eine funktionierende Beziehung muss man nicht unbedingt komplett gleich gestrickt sein, Gemeinsamkeiten erleichtern eine Kontaktaufnahme jedoch und die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einem Date funkt, steigt.
Nichts überstürzen
Bei der ersten Flirtmail sollte es sich erstmal nur um eine vorsichtige Kontaktaufnahme handeln, man sollte also nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Eine erste Flirtmail signalisiert Interesse. Dieses kann zunächst rein durch den optischen Eindruck auf dem Foto oder durch bestimmte Profilangaben bestimmt sein. Kurze, knackige Nachrichten, die dem Empfänger die Möglichkeit geben unverbindlich zu antworten, sind daher besser als lange Romane. Ein längeres Gespräch kann sich nach einer Antwort immer noch ergeben. Auch nach einem Treffen sollte man in der ersten Flirtmail noch nicht fragen. Diese Frage sollte erst dann im Raum stehen, wenn beide Seiten über einen gewissen Zeitraum Interesse signalisieren.
Schreibstil und Rechtschreibung
Bei einer Flirtmail kann man sich nicht auf erste Eindrücke wie Stimme, Lachen, Mimik oder Tonfall stützen. Deshalb sollte man beim Verfassen der Nachricht neben dem Inhalt nicht die Wirkung des Schreibstils missachten. Natürlich wird nicht erwartet, dass man einen literarischen Text oder gar ein Gedicht verfasst. Die Nachricht sollte schließlich die eigene Persönlichkeit widerspiegeln. Ein paar Grundregeln in Bezug auf den Schreibstil sollte man aber dennoch beachten:
- Korrekte Rechtschreibung: Eine mangelhafte Rechtschreibung wirkt auf manche Menschen, vor allem Frauen, abschreckend. Es empfiehlt sich daher, lieber einfache Texte, die nicht viele Fehlermöglichkeiten bergen zu verfassen und entsprechend Korrektur zu lesen.
- In der Kürze liegt die Würze: Vor allem die erste Mail an den Flirtpartner sollte kurz und bündig sein. Da Singles, vor allem Frauen, oft mehrere Mails am Tag erhalten, wird eine kurze, unkompliziert geschriebene Nachricht besser herausstechen.
- Sich nicht verstellen: Die Flirtmail sollte natürlich bleiben. Dazu gehört auch eine ungezwungene Ausdrucksweise. Geschwollene und aufgesetzte Texte wirken oft abschreckend, vor allem wenn diese Art sich auszudrücken nicht zum eigenen Charakter passt.
Und ein Tipp zum Schluss: Oft wird das Versenden der Flirtmail durch Unsicherheiten und Gedanken wie „Ich hab doch sowieso keine Chance…“ hinausgezögert. Man sollte aber nicht zu lange warten und Personen, die man toll findet, am besten gleich anschreiben. Denn im schlimmsten Fall erhält man keine Antwort. Dann versucht man sein Glück einfach gleich wieder beim nächsten sympathischen Dating-Profil.